Montag, 18. Dezember 2017

Pressemitteilungen über die RSG Eifel


Kölner Stadtanzeiger, 18.11.2013

Bei der Mechernicher Rollstuhl-Basketballgruppe „Eifel Tiger“ ist jeder Sportler, ob mit oder ohne Handicap, willkommen. Beim Jugendrollstuhlbasketball-Turnier in der Dreifachturnhalle erreichten die Sportler einen respektablen dritten Platz.  Von Claudia Hoffmann

 

 

„Ich bin echt stolz, Teil dieses Teams zu sein“, strahlt Tim Kremer. Der 17-jährige Schüler aus Kommern verstärkt die Rollstuhl-Basketballgruppe „Eifel Tiger“ als so genannter Fußgänger. Was bedeutet, dass er auch ohne Handicap im Rollstuhl auf Körbejagd gehen darf. Für Tim waren die „Eifel Tiger“ im Sommer 2008 ein wichtiger £Halt. „Damals war ich ziemlich dick. Ich habe versucht, in eine Mannschaft zu kommen: Handball, Fußball, Tischtennis. Ich hatte nirgendwo eine Chance.“

 

Dann erzählte ihm ein Freund begeistert von den „Eifel Tigern“. Tim schaute beim Training vorbei, war sofort fasziniert und nahm die Herausforderung an. „Die Anfänge waren eher vorsichtig“, erinnert er sich, denn es galt erst einmal, sich mit dem neuen Sportgerät vertraut zu machen. In der ersten Zeit konnte er nur in einem Alltagsrollstuhl ohne Kipprad trainieren. „Wie man schiebt, stoppt und zackig wendet, das muss man sich zielstrebig erarbeiten. Das hat schon ein, zwei Monate gedauert“, erinnert sich Tim. Gegen die Schwielen an den Händen schützen Handschuhe.

 

Olympische Idee im Vordergrund

 

 

Heute ist von Übergewicht bei dem durchtrainierten jungen Sportler nichts mehr zu sehen. Niklas ist einer der Goalgetter in den Reihen der RSG (Rollstuhlsportgruppe) Eifel. „Stimmt, er macht sich ziemlich gut“, scherzten am Samstag Tims Mannschaftskollegen Niklas Koeb und Thorsten Nelles augenzwinkernd, ehe sie gemeinsam zurück in die Halle düsen. Das nächste Spiel im JuRoBa-Cup stand an. Sieben Junioren- und zwei Mini-Mannschaften waren am Samstagnachmittag zum Jugendrollstuhlbasketball-Turnier in die Mechernicher Dreifachturnhalle gekommen, das erstmals unter der Leitung der neuen RSG-Vorsitzenden Elisabeth Küpper stand.

 

Der JuRoBa-Cup vertritt den Inklusionsgedanken. Bei dieser Turnierserie steht im Gegensatz zu den Ligaspielen die olympische Idee im Vordergrund. Je nach Grad der Behinderung ergeben sich in Sachen Punktgewinn unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen: Mal muss nur das Netz, mal der Ring berührt oder ein Korb geworfen werden. Das jeweilige Wurfziel – und damit der mögliche Punkterfolg – wird vor Beginn des Matches für jeden Spieler individuell festgelegt und vom Schiedsrichter berücksichtigt.

 

Sonderregeln

 

Diese und andere Sonderregeln geben immer das höchstmöglich zu Erreichende eines Spielers an. Für alle gilt jedoch: zweimal ziehen, einmal prellen oder passen – ansonsten droht der technische Fehler. Die Minis spielen auf Standkörbe, die sich in der Höhe variieren lassen. In Mechernich erlebten die Zuschauer auf allen drei Spielfeldern spannende Begegnungen: schöne Körbe, geschickte Assists, schnelle Angriffe und tolle Abwehrarbeit. Den Spaß und die Freude vermochten dann auch einige „logistische Schwierigkeiten“, wie die wenig heimeligen Hallentemperaturen oder die abgeschlossenen Poller an der Zufahrt, nicht trüben.

 

Nicht zuletzt gibt es in der Eifel ja „immer am meisten und am leckersten zu essen“, steht im Gästebuch auf der RSG-Homepage geschrieben, was auch diesmal wieder den unermüdlichen ehrenamtlichen RSG-Helfern hinter den Kulissen zu verdanken war. Im Spiel um Platz 3 stellten die „Eifel Tiger“ dann noch einmal ihren enormen Sportsgeist unter Beweis und sicherten sich mit einem deutlichen 31:18 den Sieg gegen die Koblenz Bulls.

 

Am Ende wurden unter großem Beifall zwei erste Plätze vergeben: Die Dolphins Trier und die Basket Bears Krefeld waren in ihrer Leistung gleichermaßen souverän.

 

Tim, Niklas, Thorsten & Co. würden sich über neue Teamkollegen sehr freuen. Ob mit oder ohne Handicap. Mitmachen kann jeder. „Wer Lust hat, kann einfach einmal während der Trainingszeiten vorbeischauen“, lädt der engagierte RSG-Vize Daniel Bürling ein.

Website Paul Düster - 19.11.2013
Trotz Kälte ein heißes Basketballturnier
Kalt war es beim diesjährigen Juroba-Cup der RSG Eifel, denn in der Mechernicher Dreifach-Turnhalle war die Heizung ausgefallen – Trotzdem ließen sich die Rollstuhlbasketballer nicht davon abhalten ein tolles Turnier zu zeigen – Es siegte die Dolphins Trier und Basket Bears Krefeld punktgleich – Das Team der RSG, die Eifel Tigers landeten auf dem guten dritten Platz
Von der ausgefallenen Heizung ließen sich die Rolli-Basketballer in der Mechernicher Dreifachturnhalle nicht abhalten und die neun Mannschaften präsentierten hervorragenden Sport. „Auch wenn wir am Ende Frostbeulen an den Fingern hatten das Turnier ist sehr gut über die Bühne gegangen meinte RSG-Eifel Vize Daniel Bürling am Ende eines langen Turniertages.
Beim Jugend-Rollstuhlbasketball-Cup waren sieben Teams in das Rennen um den Turniersieg gegangen.  Zwei weitere Mannschaften gingen im Minibereich an den Start. Am Ende gab es zwei Sieger. Die Dolphins Trier und die Basket Bears Krefeld gewannen alle Partien souverän und wurden damit punktgleich Turniersieger.  „Ein Vergleich anhand der Körbe ist laut Regelwerk nicht statthaft, daher zwei erste Plätze“, erklärte Daniel Bürling die Turnierstatuten. Auch das von Christian Groß gecoachte Gastgeberteam der RSG, die „Eifel Tigers“  wussten zu überzeugen und landeten am Ende auf dem hervorragenden dritten Platz in der Abschlusstabelle.
Bereits vor dem Turnier hatte es im Vorstandsbereich der Rollstuhlsportgruppe Eifel (RSG) Neuwahlen gegeben. Dabei löste Elisabeth Küpper den Vorgänger Reinhard Palm als Vorsitzenden ab. Auch der Vizeposten wurde beim 70 Mitgliedern starken Verein neu besetzt. Daniel Bürling beerbte Paul Müller auf der Position. Palm und Müller leiteten die Geschicke der RSG Eifel seit der Gründung im Jahre 2000. Trotz der Neugliederung des Vorstandes krankt der Verein an Nachwuchs. „Wer Lust hat einmal mitzumachen ist bei den Trainingseinheiten gerne gesehen und kann einmal in den Rollstuhlbasketball hereinschnuppern“, würde sich Daniel Bürling über Neuzugänge freuen.
Kölner Stadt-Anzeiger
Voller Einsatz unter dem Korb 10.November.2012

Auch bei der 10. Auflage des Juroba-Cups in der Dreifachturnhalle beeindruckten die Spieler durch ihre engagierte Spielweise.  Foto: Jürgen Feibig
Annähernd sieben Stunden dauerte das inzwischen zum zehnten Mal von der RSG Eifel organisierte Basketball-Turnier, zu dem sich sogar Mannschaften aus dem Krefelder, Bonner, Kölner und Trierer Raum eingefunden hatten. Von Jürgen Feibig

 

Mechernich. Jedes Jahr im November ist die Mechernicher Dreifachturnhalle Schauplatz interessanter und spannender Wettkämpfe. Dann führt dort die vor zwölf Jahren gegründete „Rollstuhlsportgruppe Eifel“ (RSG Eifel) ihr Jugend-Rollstuhl-Basketball-Turnier (Juroba) durch. Das Juroba-Turnier ist in der hiesigen Region ein beliebter Wettbewerb für viele körperlich und geistig behinderte Menschen, die sich trotz ihres gesundheitlichen Handicaps sportlich engagieren wollen.

Annähernd sieben Stunden dauerte das inzwischen zum zehnten Mal von der RSG Eifel organisierte Turnier, zu dem sich sogar Mannschaften aus dem Krefelder, Bonner, Kölner und Trierer Raum eingefunden hatten. Mitspielen dürfen bei diesem Turnier nicht nur Menschen mit Behinderungen. Auch eine zahlenmäßig begrenzte Teilnahme von „Fußgängern“ – so die Bezeichnung für Nichtbehinderte – ist hier möglich.

Diese besondere Spielform des Basketball forderte von den Spielern, die sich am vergangenen Samstag in ihrem Sport-Rollstuhl erstaunlich flink und geschickt durch die Turnhalle bewegten, ganzen Einsatz. Deshalb ist auch die Spielzeit pro Spiel auf zweimal 10 Minuten, plus einer fünfminütigen Halbzeitpause, begrenzt.

Es gibt zwar für einzelne Spieler aufgrund ihrer besonderen Behinderungen Erleichterungen, wie beispielsweise beim Wurf in den Korb, bei dem dieser Spieler lediglich die am unteren Korbende befestigten Bänder treffen muss. Dennoch stellte dieses Turnier einen Kraftakt für die zumeist behinderten Teilnehmer dar. Während der gesamten Turnierdauer stand ein Team von Helfern bereit, um für eine ganztägige Verpflegung mit Frühstück, Mittagessen und einer süßen Kaffeezeit zu sorgen.

Joruba-Cup
Gar nicht so einfach, aus dem Sitzen einen Korb zu erzielen. 
Foto: Jürgen Feibig

Bevor die Spieler am späten Nachmittag die Heimreise antraten, galt es erst noch, die siegreichen Mannschaften zu ehren. In der Gruppe A gab es bei gleichem Punktestand mit den „Eifel-Tigern“ – eine Mannschaft des RSG Eifel – und den Bertlicher Bären gleich zwei Sieger. In der Gruppe B hatten die Bertlicher Bulldogs die Nase vorn. Durch ein Unentschieden gab es bei den „Minis“ mit der Köln-Trierer Drachenbande und den Koblenzer Löwen zwei Erstplazierte.

Für künftige Turniere möchte die insgesamt 70 Mitglieder – davon 20 aktive Spieler – zählende RSG Eifel ihre Mannschaften personell aufstocken und sucht deshalb noch Nachwuchsspieler. Da jede Mannschaft nur eine begrenzte Zahl von „Fußgängern“ in ihren Reihen haben darf, werden derzeit vorzugsweise Menschen mit Gehbehinderungen oder anderen leichten Behinderungen gesucht.

Wer sich den Eifel-Tigern anschließen möchte, kann sich im Internet informieren. 

pp/Agentur ProfiPress vom 21.11.2011
Tolles Rolli-Basketball-Turnier in Mechernich

Trier und RSG Eifel waren die Spitzenteams in der Dreifachturnhalle der Stadt Mechernich

Die Mechernicher Dreifachturnhalle ist einmal im Jahr das Mekka der Rollstuhlbasketballer. Bereits zum neunten Mal veranstaltete die RSG Eifel dort den Jugend-Rollstuhlbasketball-Cup (Juroba-Cup). 14 Mannschaften aus dem Rheinland waren mit über hundert Sportlern zu Gast am Mechernicher Bleiberg. Die Teams aus Köln, Bonn, Bertlich, Trier, Koblenz, Krefeld und natürlich auch das eigene Team der RSG Eifel (Rollstuhlsportgemeinschaft) zeigten hervorragenden Basketballsport. Es kamen viele Zuschauer in die Mechernicher Dreifachturnhalle.

RSG-Eifel-Betreuerin Rita Breuer (l.) im Gespräch mit ihrer ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegin Regina Isecke.Foto: Paul Düster/pp/Agentur

RSG-Eifel-Betreuerin Rita Breuer (l.) im Gespräch mit ihrer ehemaligen Nationalmannschafts-Kollegin Regina Isecke. Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress


Rita Breuer und Heidi Kirste

Rita Breuer und Heidi Kirste, die Nationaltrainierin der U25-Rollibaketballmannschaft.
Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

Die Hamburgerin Heidi Kirste, Nationaltrainerin der U-25-Rollibasketballmannschaft war eigens in die Eifel geeilt, um sich den Leistungsstand der Teams anzusehen: „Ich besuche den Juroba-Cup überall, wenn es zeitlich geht. Daher habe ich schon sehr viele Veranstaltungen gesehen. Aber ich muss sagen, was die RSG Eifel hier in Mechernich auf die Beine stellt, ist schon hervorragend.

Einstellen der Spieler vor dem Spiel

Einstellen vor dem Spiel. Rita Breuer gibt taktische Anweisungen vor der nächsten Partie.
Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress

 Ich bin immer auf der Suche nach guten Nachwuchsspielerinnen und das ist hier ein gutes Event dafür.“

Sportlich erfolgreich waren am Wettkampftag die Teams aus Trier.  Sowohl bei den „Minis“ als auch bei den Junioren holten die Mannschaften von der Porta Nigra den Turniersieg. Auch die „Eifel Tigers“, das Team des Veranstalters, schlug sich sehr gut im eigenen Turnier. Die Mannschaft, die von Christina Groß und Rita Breuer betreut wird, belegte am Ende einen hervorragenden zweiten Platz. Im Finale unterlagen die „Eifel Tigers“ den „Trier Dolphins“ mit 14:17.

Nationaltrainerin Heide Kirste

Auch als Referee war sich Nationaltrainerin Heidi Kirste in der Mechernicher Sporthalle nicht zu schade.
Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress 

Rita Breuer, Betreuerin der RSG Eifel und ehemalige Nationalspielerin im Rollibasketball, war mit dem Turnierverlauf mehr als zufrieden: „Wir haben wieder sehr guten Sport gesehen und fühlen uns hier in der Mechernicher Dreifachturnhalle mehr als wohl.“ Breuer hatte neben der Nationaltrainerin Heidi Kirste noch weiteren hohen Besuch.


Spielszene Zweikampf

Bei den Spielen um den Juroba-Cup ging es zur Sache.
Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPress 

Ihre ehemalige Nationalmannschaftkollegin Regina Isecke war ebenfalls nach Mechernich gereist, um sich das Turnier anzusehen. Aus dem Besuch könnten mehr werden, denn sie will mit Rita Breuer ein weiteres Turnier für Rollibasketball in Mechernich etablieren. Mit den Worten „Was genau, werden wir bekannt geben, wenn wir unsere Planung abgeschlossen haben“ kündigte Isecke ein weiteres Turnier voraussichtlich im kommenden Jahr in Mechernich an.

Beste Versorgung für das leibliche Wohl der Sportler

Auch für das leibliche Wohl der Sportler hatte die RSG Eifel im Vorraum der Mechernicher Dreifachturnhalle gesorgt.
Foto: Paul Düster/pp/Agentur ProfiPressMechernich

 

pp/Agentur ProfiPress

(21.11.2012)

 

Kölner Stadtanzeiger vom 27.04.2010
Richtige Marktlücke entdeckt

Vor zehn Jahren hob Rita Breuer die Rollstuhl-Basketballgruppe aus der Taufe. Es zählen nicht allein sportliche Höchstleistungen, es geht auch um die soziale Integration.

Rollikids
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Die „Rollikids Eifel“ trainieren an drei Trainingsstätten in der Region, unter anderem in der Mechernicher Turnhalle. Nicht nur Rollstuhlfahrer, auch rund 50 Prozent „Fußgänger“ gehören zum Team. (Bild: Klinkhammer)

Mechernich - „Zweimal wird der Rolli angeschoben, dann muss der Ball geprellt werden“, so lautet eine der Spielregeln für die „Rollikids Eifel“, die sich regelmäßig in Mechernich, Bad Münstereifel und Kelz bei Düren treffen, um zu trainieren.

Die Rollikids wurden vor genau zehn Jahren von der Mechernicherin Rita Breuer aus der Taufe gehoben. Seit ihrer Kindheit ist die heute 53-Jährige gehbehindert, Kinderlähmung im Alter von drei Jahren ist die Ursache dieses Handikaps. Dennoch legte die gelernte Bankkauffrau eine tolle Sportlerkarriere hin. Zwischen 1980 und 1992 reiste sie insgesamt vier Mal zu den Paralympics, gewann mit der deutschen Nationalmannschaft im Rollstuhlbasketball zweimal Gold, einmal Silber und einmal „Blech“ - bei Rita Breuer das Wort für einen fünften Platz.

Doch nicht Höchstleistungen sind das Ziel der Eifeler Rollikids, die seit der Gründung auch von der erfolgreichen Sportlerin trainiert werden, sondern die soziale Integration. „Wir entdeckten vor zehn Jahren eine richtige Marktlücke“, meinte Rita Breuer. Denn zu den Rollikids gehören nicht nur in ihrer Bewegung eingeschränkte Kinder und Jugendliche, sondern auch „Fußgänger“.

79 Mitglieder

Die zwölfjährige Hannah Reuvenkamp ist eine solche Fußgängerin. Seit einigen Wochen erst gehört die Gymnasiastin aus Langerwehe den Rollikids an. Eine gehbehinderte Freundin machte sie auf die Möglichkeit der gemeinsamen Freizeitgestaltung aufmerksam, und Hannah Reuvenkamp ließ sich nicht lange bitten. Mit Feuereifer sitzt die Fußgängerin inzwischen für „ihren“ Sport in einem Rollstuhl, brettert durch die Turnhallen und befolgt die speziellen Spielregeln. Hannah Reuvenkamp: „Hier bei den Rollikids lernt man sehr viel über den Umgang mit Rollstuhlfahrern, das finde ich toll.“

79 Mitglieder zählt der eingetragene Verein heute. 20 Aktive, die zwischen neun und 25 Jahren alt sind, gehören zur Mannschaft. An mindestens vier „JuRoBa-Cup“-Turnieren (Jugend-Rollstuhl-Basketball) nehmen sie pro Jahr Teil.

Das Einzugsgebiet der Rollikids ist inzwischen „riesengroß“, wie Breuer berichtete. 40 Kilometer Anreise und mehr sind keine Seltenheit. „Das ist unter Umständen eine große Belastung für die Eltern, denn sie haben ja meist auch noch andere Kinder“, so die Trainerin.

Als Sportgeräte dienen Breuers Eleven so genannte „Aktiv-Rollstühle“. Derzeit laufen jedoch Bestellungen für Sportrollis, die allerdings pro Stück mit einigen tausend Euro zu Buche schlagen. Diese Rollis sind Maßanfertigungen, zudem verfügen sie über eine spezielle Technik wie etwa über schräg gestellte, schnelle Reifen.

Von der ersten Stunde an gehört Miriam Palm zu den Rollikids. Die jetzt 17-jährige Sportlerin und Hobbyflötistin wurde mit einem offenen Rücken geboren. Miriam Palm: „Am schönsten ist es, wenn wir unseren Lieblingsgegner Doping Köln schlagen, im vergangenen Jahr gewannen wir mit 24 : 18.“ Der 19-jährige Fußgänger Daniel Bürling ist seit 2004 Mitglied der Rollikids. Bürling: „Mir tut die Gemeinschaft hier so gut. Wir sind ein Klasse-Team.“

Wer mehr über die Rollikids erfahren oder auch einmal eine Probestunde absolvieren möchte, kann sich bei den beiden Vorsitzenden des Vereins, Reinhard Palm und Paul Müller, in Verbindung setzen.

Kölner Stadtanzeiger 6.11.2007
Tiger auf Rädern
Mechernich - Die Mannschaft „Eifel Tiger“ hat am Samstag in der Dreifachturnhalle in Mechernich alles gegeben. Elf Mannschaften, darunter Teams aus Köln, Bonn, Bochum, Aachen, Koblenz und Haltern, traten in den frühen Morgenstunden an und kämpften den ganzen Tag lang um den „JuRoBa-Cup“ („Jugend-Rollstuhl- und Basketball-Cup“). In der Klasse „Junioren“ spielten die 13- bis 18-Jährigen, in der Kategorie „Minis“ die zehn- bis 13-Jährigen. Die Spiele dauerten jeweils zwei mal zwölf, bei den Minis zwei mal zehn Minuten. Seit 2000 wird regelmäßig um den JuRoBa-Cup gespielt, als Favoriten wurden in den letzten Monaten die „Öcher Rollis“ aus Aachen gehandelt. Doch die Eifeler Junioren waren für eine satte Überraschung gut. In einem packenden Match gegen die Spieler des „Rolli Sportclubs Doping Köln“ gewannen sie überlegen und holten sich den Titel. Die Aachener landeten auf Platz drei, die Bochumer Löwen belegten den vierten Platz.

Rita Breuer, Betreuerin der Eifel Tiger und ehemalige Spielführerin der Deutschen Damen-Nationalmannschaft, fieberte während des Finales mit ihren Schützlingen mit. „Schrecklich, ha, ist das aufregend“, entfuhr es ihr zwischendurch, bevor sie in Richtung Zählmeister fragte: „Wie lange noch? Wie lange noch?“ Keine Minute verging, die sich nicht kommentierte oder in der sie nicht „Schnell, zurück, go, go, go!“ rief.

Die Eifel Tiger zeigten vollen Einsatz. Sie deckten und blockten, griffen an und warfen Körbe. Für ausreichenden Nahrungsnachschub sorgten die Eltern und Begleiter der Teilnehmer. Kaffee, Kuchen, Wasser, Tee und Limonade wurde zwischendurch immer wieder gereicht. Nach den Spielen erhielt jedes Team eine Urkunde. Zur Siegermannschaft gehörten nicht nur echte Rollifahrer. Auch vier „Fußgänger“ schlossen sich im Laufe der Zeit dem Rolli-Baskettball-Team an. Die „Fußgänger“ sorgten, ebenfalls in einem speziellen Sportrolli sitzend, für den Sieg.

Jeder kann mitmachen

Daniel Buerling, einer der „Fußgänger“, kam genauso ins Schwitzen wie seine Kollegen. „Jeder, der möchte, kann diese Sportart ausprobieren“, informierte Reinhard Palm, einer der Sprecher der Rolli-Sportler, am Rande der Veranstaltung. Er, eigentlich ein Fußgänger, erfuhr am eigenen Körper: „Wenn sie diesen Sport im Rolli sitzend zum ersten Mal ausüben, dann glauben sie nach einer halben Stunde, die Arme sind viel länger geworden. Die sind dann schwer wie Blei.“

Der Rollstuhlgruppe Eifel („ www.RSG-Eifel.de“ ), der die Eifel Tiger entspringen, gehören derzeit insgesamt 50 aktive Mitglieder aus den Bereichen Eifel / Düren an. Trainiert werden die Nachwuchssportler von Rita Breuer (Mechernich-Holzheim) und Charlotte Gaspers (Düren). Regelmäßiges Training findet in Turnhallen in Kelz, Mechernich und Bad Münstereifel statt. Zur JuRoBa-Siegermannschaft zählten Miriam Palm (Hürtgenwald), Marc Hermanns (Frohnrath), Stefan Müller (Marmagen), Carsten Klein (Rescheid), Rebecca Gross (Harperscheid), Daniel Buerling (Eiserfey), Steffi Altmeier (Kerpen), Tobias Hahn (Marmagen), Thorsten Nelles (Merzenich), Elisabeth Kuepper (Vettweiß-Gladbach).

Bei den Minis spielten erfolgreich Christine Altmeier (Kerpen), Lars Mühlhoff (Kalenborn), Christian Still (Mechernich), Maren Lorse (Eiserfey), Timo Droeger (Lommersdorf) und Tobias Mühlhoff (Kalenborn) mit.
(c) RSG Eifel 2012
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